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Fachtag Jugendsexualitäten

Jugendliche stehen heute in ihrer Auseinandersetzung mit Sexualität vor neuen Herausforderungen und Möglichkeiten – nichts ist selbstverständlich, vieles ist möglich. Die Vielfalt der insichtbaren Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen kann ebenso zur Überforderung werden wie eine Grundlage für ein zufriedenes Leben sein.

Wie können wir junge Menschen auf dem Weg zu einer gelingenden und lustvollen Sexualität begleiten?
In den Medien wird gerne dramatisiert, in der Öffentlichkeit moralsiert. Was wissen wir aber wirklich über Sexualität im Leben junger Menschen und wie können wir die wesentlichen Herausforderungen und Hilfestellungen erkennen?

Der Fachtag „Jugendsexualitäten“ richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagosen sowie Ehrenamtliche  in der Jugendarbeit. Er möchte den Blick schärfen für die Pluralisierung der Jugendsexualitäten und die eigenen Wertvorstellungen,  Sprachfähigkeit und praktischen Umgang mit Sexualität reflektieren.

Fachtagung Jugendsexualitäten: 26. Februar 2010 in der VHS Fellbach, Theodor-Heuss-Str. 18, 70736 Fellbach


Workshop 1: Sexualität, Beziehungen und Werte

Jugendliche wachsen gegenwärtig auf im Spannungsverhältnis zwischen einer sexualisierten Öffentlichkeit und den Bedürfnis nach zuverlässigen Beziehungen, der Vermarktung von Sexualität und dem Wunsch nach einer eigenen Familie. Vor diesem Hintergrund wird es immer schwieriger, einen eigenen Standpunkt
zu entwickeln, sich seiner eigenen Wertvorstellungen bewusst zu werden.
Zwar kennen die meisten Jugendlichen eine Vielzahl von kulturellen und/oder religiösen Wertvorstellungen, aber wie viel haben diese mit ihrer gewünschten und gelebten Sexualität zu tun?

Zentrale Fragestellungen des Workshops sind:

  • Welche Normen und Werte im Sexuellen sind für mich/in meiner Kultur wichtig?
  • Welche Moral soll in der Sexualität und in meiner Beziehung eine Rolle spielen?
  • Was ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität?

Workshop 2: Prävention – Verhütung, HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten

Eine zentrale Aufgabe der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen ist die Prävention ungewollter Schwangerschaften und sexuell übertragbarer Krankheiten.
Bei der Beratung junger Menschen kommt es neben den Sachinformationen auch darauf an, ob die angebotenen – und vielleicht auch von der Beraterin / dem Berater favorisierten – Methoden der Prävention tatsächlich im Lebenszusammenhang der angesprochenen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer geeignet sind.

Der Workshop behandelt u.a. folgende Fragen:

  • Was verstehen wir unter Prävention?
  • Wie ist der aktuelle Wissensstand zu Verhütung, HIV und Aids?
  • Welche anderen sexuell übertragbare Krankheiten sind aktuell von Bedeutung?
  • Wie kann ich mich und andere schützen?

Workshop 3: Wenn Sexualität gefährlich wird…

Sexualität von Jungen und Mädchen zwischen natürlichem Neugierverhalten, Emotionen, Beziehung, Impulssteuerung, pornographischer Nachahmung und schwerwiegenden Grenzverletzungen
Die Anlaufstelle gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch stellt ihre Arbeit kurz dar.

Schwerpunktmäßig werden wir uns im Workshop mit folgenden Themen/Fragen beschäftigen:

  • Welche Entwicklungs- und Lebensbedingungen begünstigen deviantes und grenzverletzendes Verhalten im Kontext von Sexualität ?
  • Indikatoren und Erscheinungsformen – Was kann ich als erwachsene Bezugsperson wahrnehmen, wenn Jugendliche sich im Themenkontext Sexualität grenzverletzend verhalten ?
  • Die Arbeit mit Jugendlichen, die sexuelle Grenzverletzungen begehen Motivation – Wahrnehmung – Empathie – Verantwortung – Integration – Neuorientierung

Sie sind eingeladen, sich einem eher tabuisierten Themenbereich zu nähern und Möglichkeiten der Veränderung zu betrachten.

Workshop 4: Sex, Gender, Trans-Gender und Homosexualität

Die Zweigeschlechtlichkeit und der Polarität sexueller Orientierungen, wird zunehmend infrage gestellt: Eine unüberschaubare Vielzahl sexueller Identitäten hat unsere Gesellschaft vielseitiger, für viele aber auch vewirrender gemacht.
Das entwickeln einer Geschlechtsidentität und das Entdecken der eigenen sexuellen Orientierung ist für Jugendliche ein aufregender und komplizierter Moment.  Das Gelingen oder Misslingen hat weitgehende Konsequenzen für die Biographie

Fragestellungen des Workshops sind:

  • Was ist der Unterschied zwischen Sex und Gender?
  • Was wissen wir über Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung?
  • Was gibt es noch außer Mann und Frau, hetero- und homosexuell?
  • Wie gehe ich als Pädagoge oder Eltern mit scheinbar nicht alltäglichen Identitäten und Orientierungen um?

Workshop 5: Über Sexualität reden

„Über Sexualität reden!“ ist leichter verkündet als getan. Denn obwohl in den Medien sexuelle Darstellungen und Beschreibungen aller Art scheinbar selbstverständlich präsentiert werden, berührt das Sprechen über Sexuelles bei Erwachsenen und bei Jugendlichen doch immer wieder Grenzen von Intimität und Scham. Für Heranwachsende bedeutet das Gespräch mit Erwachsenen über Sexualität nicht nur möglichen Informationsgewinn und die Chance, eigene Werte zu reflektieren und sie mit Botschaften aus Medien und Peergruppe abzugleichen – sie erleben dabei gleichzeitig Modelle für die Entwicklung eigener sexueller Sprachfähigkeit.

Folgende Fragen sollen diskutiert werden:

  • Wie können Jugendliche untereinander über Sexualität reden?
  • Wie können Erwachsene und Jugendliche miteinander über Sexualität reden?

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