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Wer ist Anton Wilhelm Amo?

Dies wollte der Referent Eric Otieno von den zahlreichen Besuchern und Besucherinnen im Martin-Luther-Haus in Schorndorf wissen. 50 Personen hatten sich zu einem Informationsabend am vergangenen Dienstag zum Thema „(Post)Kolonialismus?“ einladen lassen, doch mit solchen Fragen hatte niemand gerechnet. Auch bei der Frage nach Samuel Maharero mussten die meisten Gäste passen. Und doch sind beides wichtige Gestalten in der Deutschen Geschichte.

Europas Weg in die „Moderne“ ist nicht ohne Kolonialismus denkbar, einem ausbeuterischen System, das nur durch die Konstruktion einer Ungleichwertigkeit der Menschen „legitimierbar“ war. Und doch lernen wir kaum etwas darüber an unseren Schulen. Wer kann die ehemaligen Kolonien Deutschlands aufzählen? Wer hat von den Völkermorden, die Deutsche Schutztruppen zur Umsetzung von wirtschaftlichen und politischen Interessen verübten, gehört?

Wer weiß von den Konzentrationslagern und der pseudo-wissenschaftlichen Einteilung des Menschen in „wert“ und „unwert“? Dies hört sich nun doch bekannt an? Dies meint auch Herr Otieno, der die Geschichte als linear aufeinander aufbauend verstanden wissen will.

Die Kolonien Deutschlands gehören zwar der Vergangenheit an, doch die Denkweisen wurden nie aufgearbeitet und existieren in unserer Gesellschaft fort.

Der Referent, Wissenschaftler im Fachgebiet Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien, führte die Besucher und Besucherinnen unterhaltsam und wunderbar informiert durch den Vortrag mit anschließender lebhafter Diskussion. So stand natürlich die Frage im Raum, wie eine solche Aufarbeitung in Deutschland und eben auch in Schorndorf geschehen kann. Darauf konnte auch Herr Otieno keine allgemeine Antwort geben, plädierte aber für ein Bewusstwerden der Privilegien Weißer Menschen und einem bewussten Einsetzen dieser Privilegien um das Thema in die Gesellschaft zu tragen. Diesen Auftrag nehmen die Veranstaltenden auf und planen eine Veranstaltungsreihe im kommenden Herbst 2018. Bereits dabei sind der Weltladen ElMundo, die katholische und evangelische Kirchengemeinde, die Volkshochschule, der Kreisjugendring Rems-Murr, das Schorndorfer Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, die Lokale Agenda 21 und die FairTrade Stadt Schorndorf.

Gefördert wurde die Veranstaltung von Demokratie Leben, dem Bundesprogramm des BMFSFJs, das vom Kreisjugendamt in Kooperation mit dem Kreisjugendring gemeinsam umgesetzt wird.

Wenn Sie Interesse am Thema haben und bei den Planungen der Veranstaltungsreihe involviert sein wollen, dann melden Sie sich gerne bei

Beate Baur

  • Bildungsreferentin | Referentin für Diversity
  • Fon:07151 502906-91
    E-Mail Kontakt

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