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Interaktiver Infostand zum Thema Rechtsextremismus im Einsatz

Eröffnung der Ausstellung am Georg-Büchner-Gymnasium Winnenden

Eröffnung der Ausstellung am Georg-Büchner-Gymnasium Winnenden

Das Georg-Büchner-Gymnasium Winnenden macht den Anfang: Seit 2. Juli ist dort ein neues Informationsgebot für Schüler und Pädagogen im Einsatz, um die Aufklärungsarbeit zum Themenbereich Rechtsextremismus zu verstärken.
„Es ging uns darum, das Thema interessant für die Zielgruppe der Jugendlichen zu gestalten“, so Mitinitiator Leo Keidel von der Polizeidirektion Waiblingen, der den besonderen Charakter des Angebots betonte. Das gesamte Info-Paket besteht aus drei Teilen: zum einen Ausstellungstafeln zum Problembereich, die von Gerhard Dinger von der Fachstelle Rechtsextremismus des LRA Rems-Murr-Kreis gestaltet wurde, zum zweiten einer flankierenden Ausstellung „Rechtsextremismus“ des Bundes Deutscher Grafikdesigner (BDG Südwest), und schließlich ein interaktiver Infostand, der multimedial die wichtigsten Informationen vermittelt. Diese mit Touchscreen ausgestattete Box ist inhaltlich jederzeit erweiterbar und kann aktuelle Entwicklungen aufnehmen. „Dort können auch Ideen von Jugendlichen mit aufgenommen werden“, so Leo Keidel bei der Eröffnung des Infostandes in einem separaten Raum in der Schule.

Ausstellung mit regionalem Bezug

Der interaktive Infostand mit Touchscreen wird von den jugendlichen getestet

Der interaktive Infostand mit Touchscreen wird von den jugendlichen getestet

„Als Teil der Aktion `Schule ohne Rassismus` haben wir in der Gesamtlehrerkonferenz sofort zugestimmt, die Ausstellung hier zu zeigen“, so Schulleiterin Ilse Bulling. Nach Überzeugung der Rektorin ist es eine ständige Aufgabe auch von Schule, die Kinder zum Thema Extremismus immer wieder zu sensibilisieren, denn: “ Rassismus fängt im Kleinen an!“, so Ilse Bulling. Am Georg-Büchner-Gymnasium wird man in den kommenden Wochen mit den Klassen durch die Ausstellung gehen und das Thema in den Unterricht einbeziehen.
Für Gerhard Dinger war es wichtig, dass die Ausstellung auch Bezüge zum Rems-Murr-Kreis erkennen lässt. So wird dort unter anderem auch das Unterbinden der Verteilung so genannter „Schulhof-CDs“ mit rechtsextremer Propaganda an einer Schule im Kreis im vergangenen Dezember thematisiert. „Wichtig ist das Engagement aller, um solche Tendenzen frühzeitig verhindern zu können“, so Gerhard Dinger.

  • Projekte für Toleranz werden auch 2013 gefördert
  • Projekte für Vielfalt und Toleranz im Stadtgebiet Winnenden können weiterhin Förderanträge für das Jahr 2013 stellen. Bereits 2011 hatte sich die Stadt Winnenden zusammen mit dem Kreisjugendring Rems-Murr e.V. als eine von bundesweit 90 Kommunen erfolgreich um die finanzielle Förderung durch das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ beworben. Bisher konnten bereits zahlreiche größere und kleinere Projekte umgesetzt werden.
  • Es bieten sich hier vielfältige Chancen für Vereine und Initiativen. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger können die Vielfalt in Winnenden leben, das Angebot nutzen und sich mit Ihren Projekten als Verein oder in Kooperationen am „Aktionsplan Winnenden“ beteiligen. Dabei können kleinere Projekte aus einem so genannten „Projektepool“ schnell und unbürokratisch finanziell unterstützt werden.
  • Gefördert werden können im Gebiet der Stadt Winnenden Projekte, die sich mit demokratischem Verhalten, dem Einsatz für Vielfalt und Toleranz, der sozialen Integration, dem interkulturellen und interreligiösen Lernen, der antirassistischen Bildungsarbeit und mit der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus beschäftigen. Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, Migrantinnen und Migranten, Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie Multiplikatoren. Nähere Informationen bietet die eigens eingerichtete website unter: www.aktionsplan-winnenden.de

Zielgruppengerechte Gestaltung

Die Schülerinnen und Schüler, die bei der Eröffnung der Ausstellung anwesend waren und fleißig den Touchscreen bedienten, zeigten sich überrascht, dass die Neonazis „so jung“ seien. „Die sind ja erst so um die 20 Jahre alt – man hätte erwartet, dass die Älteren für solches Denken empfänglich sind“, so eine Schülerin. Schulsprecherin Miriam Kaiser hält die Ausstellung für sehr wertvoll, „weil sie es schafft, das Thema in Wort und Bild so aufzugreifen, wie es in einem Unterricht nicht möglich wäre.“ Auch das interaktive Terminal findet sie sehr gut: „So wird das auch für die jüngeren Schüler interessant und spannend“.
Nach den Ferien ist das gesamte Info-Paket zunächst in der Salier-Realschule in Waiblingen zu sehen und danach wieder in Winnenden, dann in der Albertville Realschule. Nach weiteren interessierten Schulen wird derzeit noch gesucht.
Getragen wird diese innovative Aktion durch die „Initiative Sicherer Landkreis“.
Finanziert wurde der Infostand im wesentlichen durch die Stiftung der SWN Kreissparkasse Waiblingen (3.300,- €) und im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ durch den Lokalen Aktionsplan Winnenden (6.500,- €). Der Lokale Aktionsplan wird von der Stadt Winnenden und vom Kreisjugendring Rems-Murr e.V. koordiniert und unterstützt finanziell auch zukünftig Projekte für Vielfalt und Toleranz (s. Kasten).

Initiatoren & Förderer

Initiatoren und Förderer (v.l.): Gerhard Dinger von der Fachstelle Rechtsextremismus, Leo Keidel von der Polizeidirektion Waiblingen, Dr. Timo John, Stiftung der SWN Kreissparkasse, Schulleiterin Ilse Bulling, LAP-Koordinator und KJR-Mitarbeiter Werner Schulz und Ulrich Blaschke von der Initiative Sicherer Landkreis

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